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Album review: JOSEH – Ephemeral

Ich gehöre zu den Menschen, die bei neuer Musik, gerade bei Künstlern die ich unheimlich gerne mag, in eine endlose Euphorie verfallen. Viel zu oft fühle ich mich wie ein aufgeregtes Kind vor Weihnachten. Wem geht es da genauso? :) Ich sehne die neue EP oder das neue Album täglich herbei und Geduld war noch nie wirklich eine meiner Stärken. Am 05. Januar 2018 hat JOSEH ein neues Album veröffentlicht und ich möchte euch einen Einblick natürlich nicht vorenthalten!

Ephemeral, engl.: flüchtig / kurzlebig

Ich kann euch direkt zu Beginn sagen, dass die Ohrwürmer alles andere als kurzlebig sind. Vielmehr bezieht sich der Titel auf all die vielen, spannenden Geschichten hinter den Songs. Sänger Joseph Hanopol kam vor einigen Jahren nach Deutschland. Als Sohn von philippinischen Musiker-Eltern wurde ihm das Talent für zauberhaft schöne Melodien und nachdenkliche Texte quasi in die Wiege gelegt. Man könnte fast meinen, dass es Glück für uns ist, dass Joseph seinen Job in einer Werbeagentur gekündigt und sich ganz der Musik gewidmet hat. In der Gesamtkonstellation hat die Band Einflüsse, die von Urban-Folk / Indie bis hin zu Rock und Pop reichen. Eine Variation an Instrumenten aus wahlweise Gitarre, Drums, Harfe, Cello und Bass, zaubern ein traumhaft schönes, musikalisches Gesamtbild für jeden Zuhörer.


„Just be free, just be free, but remember how it used to be.“
– JOSEH, Right and Wrongs


Das Album Ephemeral erzählt vom Umherziehen, vom Unterwegs-Sein und den Erfahrungen aus der Vergangenheit. Auseinandersetzungen mit vagen Hoffnungen und Wünschen hat Joseph in seinen Songs niedergeschrieben und in ein Paket geschnürt, was definitiv zu einem Soundtrack für verschiedenste Situationen wird. Im Booklet sind Illustratoren aus ganz Deutschland vertreten und konnten sich jeweils auf einer Doppelseite verewigen. Auf insgesamt 28 Seiten kann ganz in Ruhe die Lyrics gelesen und zum Mitsingen auswendig gelernt werden. :)

JOSEH: Melancholien, Harfenklänge & Drums

EPHEMERAL hält neben 13 Tracks auf dem Album jetzt auch tatsächlich schon 3 Musikvideos bereit. Und ich bin ehrlich, zumindest gefühlt lassen sie einen auch manchmal an ganz andere Orte schweben. Die Playlist besteht aus folgenden Titeln:

  1. Beauty in the Broken
  2. The Killing
  3. Right and Wrongs
  4. Mana
  5. Growing Up
  6. Set Sail
  7. No Man Stands Alone
  8. Scared
  9. The Fearless Saint
  10. Time and Space
  11. Riverhouse
  12. Crazy Days
  13. Souvenir

Die Tatsache, dass Joseph „Beauty in the Broken“ tatsächlich schon vor 2 Jahren geschrieben hatte, fasziniert mich schon unglaublich. Der Song stand somit schon vor endgültiger Album-Planung in den Startlöchern und hat schon beinahe darauf gewartet, dass er an erster Stelle einziehen darf. Während sein Song „Set Sail“ vom Flüchten erzählt, von dem Streben nach einem besseren Leben, so berichtet dann zum Beispiel „Riverhouse“ von turbulenten Neuanfängen und neugierigen Begegnungen mit verschiedensten Menschen. Insbesondere „Souvenir“ ist ein Glanzstück an sich: In Zusammenarbeit mit verschiedensten Hamburger Musikern, u.a. Tom Klose und Adam Brixton, ist dieser Song entstanden, der von den positiven Erfahrungen und Erlebnissen erzählt, die man auf seiner (Lebens-)Reise sammelt.


„Let me make this a souvenir to last.“
– JOSEH, Souvenir


Mit dem Album „EPHEMERAL“, welches am 05. Januar 2018 bei SUPERLAUT erschienen ist, erzählt JOSEH melodisch von den vielen Geschichten, die das Leben schreibt. Das Losziehen, das Ankommen, die Erfahrungen. Jeder wird sich ein Stück weit in den Worten wiederfinden können und vielleicht sogar einen anderen Blick auf eine Situation entdecken?

Habe ich Deine Neugierde geweckt? Das Album ist hier für Dich erhältlich:
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album artwork: minorudesign

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